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Titel
„Mitnehmen, was geht“Karin Schulze ist Gründerin, Inhaberin und Geschäftsführerin des Beratungshauses Asbandus in Lüdenscheid.
Teaser

Karin Schulze lässt ihre Beschäftigten sich entwickeln und entfalten. Jede Möglichkeit wahrzunehmen, zu lernen und sich zu stärken, ist für sie der entscheidende Schlüssel, um auch als Frau nach oben zu kommen.

Praxisbeispiel

Ausgangspunkt

Karin Schulze beginnt nach dem abgeschlossenen Studium eine Anstellung in der Abfallberatung. Schnell wird ihr deutlich wie wichtig konkretes Fachwissen ist, um nutzenbringend Unternehmen beraten zu können. Um sich das nötige Knowhow anzueignen, studiert sie in Hannover im Bereich Bauingenieurwesen. „Und da habe ich dann alle Fernstudiengänge zum Thema Abfall, Siedlungsabfall, rechtliche Anforderungen, Gefahrstoffe, Gewässerschutz komplett durchstudiert, neben der Arbeit und neben der Familie“.

Hintergrund

 

Werdegang

Weil das Thema sie sehr interessiert, arbeitet sie sich so tief in die Materie ein, dass ihr Chef ihr eines Tages vorschlägt, eine Beratungsagentur aufzubauen. Eine erste Gründung mit zwei weiteren Gesellschaftern scheitert und sie beschließt, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Sie erstellt ein Konzept, bekommt einen Gründungskredit und startet mit einem Büro im Homeoffice. Nach dem ersten Jahr stellt sie ihre erste Mitarbeiterin als Bürokraft ein. Das Unternehmen wächst, einige Jahre beschäftigt sie 17 Mitarbeiter*innen, inklusive Honorarkräften. Inzwischen ist das Team wieder kleiner, 10 bis 12 Beschäftigte findet sie ideal, um trotz aller professionellen Distanz noch eine gewisse Nähe zu haben. Expansion um jeden Preis findet sie nicht zielführend, ebenso wie den ständigen Blick auf die Konkurrenz: „Wir konzentrieren uns auf uns selbst und es geht keine Energie verloren, indem wir andere kopieren. Da kann man nur zweitbester sein. Wir gehen unseren Weg. Wir haben Kunden, die sind schon von Anfang an dabei waren. Und es kommen immer neue dazu, wir haben jedes Jahr über hundert Projekte.“

Die Umbruchphase nach dem Umzug vom Einzelbüro in Meinerzhagen ins CoWorking nach Lüdenscheid begreift Schulze als Chance: „Wir wissen jetzt, wie sich das anfühlt, wenn man aus der Komfortzone raus muss und in völlig neue Welten hinein. Wir wissen jetzt, wie Transformation geht. Aus dieser Erfahrung heraus unsere Kunden bei ihren neuen Wegen zu unterstützen ist ein großes Plus in der Zusammenarbeit.“

Wirkung

 

Anspruch an die eigene Führung

Karin Schulze weiß aus eigener Erfahrung, dass Homeoffice und flexible Arbeitszeiten es Beschäftigten mit Kindern sehr erleichtert, arbeiten zu gehen. Die Asbandus GmbH bietet ihren Beschäftigten daher eine hohe Flexibilität. Fast alle arbeiten in Vollzeit, gestalten ihre Arbeitszeiten in Abstimmung mit ihren Kundenterminen.

„Als Neugründung konnten wir damals noch keine hohen Gehälter zahlen, doch über die abwechslungsreiche und sinnvolle Arbeit sowie ein hohes Vertrauen in jeden Einzelnen“ gelang die Motivation und Überzeugung zu oft langjähriger Zusammenarbeit. Als größten Benefit betrachtet Schulze, „dass die Leute hier so viel lernen dürfen, wie sie wollen, die dürfen so schlau werden, wie sie wollen.“    

Die Firma bezahlt jede Schulung, auch Inhouse-Schulungen werden regelmäßig angeboten. Die regelmäßige Teamsitzungen sind obligatorisch und stärken den Teamzusammenhalt und den Austausch. Auch Entscheidungen werden meist aus dem Team heraus getroffen. Mittlerweile braucht Karin Schulze kleine themenbezogene Teams nicht mehr selbst zusammen zu stellen, für jedes neue Thema wählt sich das Team selbst eine Leitung, die dann die Treffen organisiert. Teamfähigkeit sei daher unbedingt notwendig, um bei Asbandus zu arbeiten.

Dem Teamanspruch stellt sich Karin Schulze auch selbst: ein Führungsteam ist eingerichtet. In wenigen Jahren wird Frau Schulze die ASBANDUS an zwei Kolleginnen übergeben. Als Team wird dies quasi im Mentoring-Format vorbereitet.

Ausblick

 

Ressourcen

Für Karin Schulze haben Netzwerke eine zentrale Bedeutung, um Unterstützung und Stärkung zu erfahren. Wichtig ist ihr, dass sie sich dort über berufliche Fragen austauschen kann: „Ein Netzwerk, wo ich echt sagen kann, ich habe hier ein Personalproblem, ich weiß nicht, wie ich damit umgehen kann.“ Sie ist in verschiedenen Netzwerken aktiv, wo sich bei einigen Personen über die Jahre ein hohes Vertrauen entwickelt hat. Auch im Rahmen des Mentoring war Karin Schulze viele Jahre aktiv, als Organisatorin wie als Mentorin.

Stimmen aus dem Unternehmen

 

Hinweise für andere Frauen

Karin Schulze ist davon überzeugt, dass viele Unternehmen den Wert von Frauen, insbesondere in Führungsverantwortung nicht erkennen. Viele holen sich eine „blutige Nase“ indem sie Frauen mit Potenzial ziehen lassen, weil sie deren Lebensbedingungen z.B. mit Familie nicht berücksichtigen wollen und dann sehen, wie diese Frauen in anderen Unternehmen ihren wertvollen Beitrag leisten. In Zeiten von Fachkräftemangel kann sich das kein Unternehmen leisten.

Noch immer sei es so, dass Frauen zu wenig zugetraut wird: „Wenn sie in eine Führungsposition kommen wollen, müssen sie besser sein als die Männer. Chancengleichheit bei gleicher Qualifikation gibt es viel zu wenig“

Im Bewerbungs- oder Aufstiegsprozess sei es daher unbedingt notwendig, authentisch zu bleiben, sicher und selbstbewusst aufzutreten, fachlich sicher im Sattel zu sitzen und sich im Vorfeld eine gewisse Resilienz und Beharrlichkeit anzueignen. Mentoring sei für zukünftige Führungsfrauen daher eine immense Stütze, zu 80 Prozent gehe es dort um das Thema Selbstvertrauen.

Grundsätzlich solle eine Frau unbedingt „alles mitnehmen, was sie kriegen kann. Versuchen, Kontakte zu bekommen, versuchen, in ein gutes Netzwerk zu kommen, was sie beruflich stärkt, aber wo sie mit Fragen kommen kann, die man Kollegen und Vorgesetze nicht fragen kann. Das braucht jede Frau, eine Sicherheit zu haben und für sich selber eine Unterstützung, um möglichst selbstbewusst sein zu können. Und wenn sie dann den angestrebten Job nicht bekommt, dann kriegt sie eben nicht, aber dann kann sie damit eher umgehen, weil sie erkennen kann, dass die Ursache der Ablehnung nicht in ihrer Person liegt.“

Firma
Asbandus GmbH
Branche
Dienstleistung
Produkte
Unternehmensberatung
Standort
Iserlohn
Gründungsjahr
1994
Beschäftigtenzahl
1-10
Frauenanteil
ca. 90%
Unternehmen

ASBANDUS bietet mit einem interdisziplinären Team aus Ingenieuren, Juristen, Naturwissen- und Betriebswirtschaftlern zuverlässig viele unterstützende Aufgaben im Aufbau von Managementsystemen / Vorbereitung von Zertifizierungen.

Ansprechperson

ASBANDUS GmbH
Karin Schulze
Schillerstraße 20
58511 Lüdenscheid
Telefon: +49 2351 974897-0
E-Mail:  info@asbandus.de