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Titel
Zwei Seiten einer MedailleDer Mendener Apotheker Andreas Köster und seine Belegschaft nutzen die Servicemappe Pflege
Teaser

Dass ein Engagement für die Vereinbarkeit von Pflege und Berufstätigkeit auch mit wenig Aufwand zu stemmen ist, zeigt das Beispiel der Apotheke Köster aus Menden und Iserlohn: Sie hat die vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf Märkische Region entwickelte Pflegemappe ihren Mitarbeitenden zugänglich gemacht und nutzt sie auch selbst. Diese Servicemappe enthält auf die Region zugeschnittene Informationen und praktische Hinweise sowohl für pflegende Beschäftigte als auch für ihre Arbeitgeber/-innen. Im Falle eines Falles haben so beide Seiten eine gemeinsame Gesprächsgrundlage, um individuell in einer Pflegesituation reagieren zu können.

Praxisbeispiel

Servicemappe Beruf & Pflege

Beruf und Pflege unter einen Hut zu bekommen, ist nicht nur für pflegende Angehörige eine Herausforderung, sondern auch für die Unternehmen: Sie möchten ihre Beschäftigten unterstützen und sie zugleich als Arbeitskräfte behalten. Im Märkischen Kreis bekommen sie dabei Hilfe durch das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Märkische Region, das in enger Zusammenarbeit mit der Pflegeberatung des Märkischen Kreises eine Servicemappe für beide Seiten entwickelt hat. Das Infopaket zeigt einerseits den Unternehmen Möglichkeiten auf, wie sie das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege sachgerecht angehen können. Andererseits informiert es die Beschäftigten über die Angebote, Informations- und Anlaufstellen für Pflegende in der Region. Ein informativer Rundumschlag also, von dem beide etwas haben. Mehr noch: Dass sozusagen beide Seiten derselben Medaille dargestellt werden, schafft Einsicht und Verständnis für die Situation der jeweils anderen.

Die Apotheke Köster hat diese Pflegemappe ins firmeneigene Intranet gestellt und stellt sie ihren Mitarbeitenden auch in gedruckter Form zur Verfügung. Der Aufwand dafür ist sehr gering, sowohl zeitlich als auch finanziell.

Hintergrund

Allein aufgrund der eigenen Angebotspalette hat man sich bei der Apotheke Köster schon immer mit dem Thema Pflege beschäftigt, denn die Kundschaft hat täglich Fragen. Die Idee jedoch, auch etwas für die eigenen Beschäftigten anzubieten, kam auf, als das Unternehmen im Jahr 2016 den Zertifizierungsprozess für das Prädikat Familienfreundliches Unternehmen durchlief: Eine der verpflichtenden Komponenten für die Zertifizierung ist ein Impulsworkshop zum Thema Pflege, der im Unternehmen auf großes Interesse stieß. Ebenfalls über das Prädikat entstand der Kontakt zur Evangelischen Perthes-Stiftung – ein durchaus gewollter Effekt seitens der Prädikatsanbieter, die eine Netzwerkbildung anstreben. Frau Winkler von der Stiftung informierte dann in einem Vortrag die Belegschaft der Apotheke Köster zum Thema Beruf und Pflege.

Wirkung

Etwa die Hälfte der Beschäftigten hat Frau Winklers Vortrag zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege besucht, was Herr Köster sehr erfreulich findet. Die Pflegemappe wird in ihrer Online-Version eher selten genutzt, die Papier-Version aber wird öfter angefragt. Als Rückmeldung kam von den Mitarbeitenden, dass man diese gut mit nach Hause nehmen und sich dort die Inhalte ganz in Ruhe anschauen könne.

Ausblick

Aktuell sind zu diesem Thema keine weiteren Aktivitäten geplant. Herr Köster „bedient“ aber auch andere Aspekte der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So gibt es zum Beispiel organisatorische Unterstützung bei der Kinderferienbetreuung.

Stand: Juli 2017

Firma
Apotheke Köster
Branche
Handel
Produkte
Arzneimittel & Pflegeprodukte
Standort
Menden und Iserlohn
Gründungsjahr
1968
Beschäftigtenzahl
26-49
Frauenanteil
95%
Unternehmen

In den 3 familiengeführten Apotheken (Menden und Iserlohn) bieten die Kösters ihren Kunden/-innen neben den handelsüblichen Arznei- und Hilfsmitteln beispielsweise auch spezielle Fachberatungen und Botengänge an.

Ansprechperson

Apotheke Köster Menden
Andreas Köster, Inhaber
Unnaer Str. 9
58706 Menden
Tel. 0 23 73 / 24 66
buero@apotheke-koester.de
www.apotheke-koester.de

Kooperation mit

agentur mark GmbH
Kompetenzzentrum Frau & Beruf Märkische Region
Ansprechperson: Bettina Schneider
Handwerkerstraße 11
58135 Hagen
Tel. 0 23 31 / 4 88 78 – 40
schneider@agenturmark.de

Pflegeberatung Märkischer Kreis
Torsten Sauer
Bismarckstraße 17
58762 Altena
Tel. 0 23 52 / 9 66 77 77
pflegeberatung@maerkischer-kreis.de
www.maerkischer-kreis.de

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